Zum Jahresbeginn stellen wir erneut einen neuen Längenrekord auf. Wir leiden natürlich noch unter den Nachwirkungen des Dekadenwechsels, sind insofern ein wenig aggressiv, offenbaren aber trotzdem den Sieger unseres Gewinnspiels und besprechen ansonsten folgende Themen:
- der CCC hackt Flughafensecuritysysteme / 26C3 Lightning Talks
- Holodecks für Freizeitparks / Zukunftsunterhaltung
- Sleep Cycle alarm clock
- die Evolution der Actionhelden
- Bürgergeldfragen & Zivilisation
- die Kardaschow-Skala
- Wissenschaft vs. Pseudowissenschaft
- Avatar, Mitleidsrassismus & Winnetou
- Softdrinks
- Haiti / Spreeblick-Spendenaktion
Wir bitten außerdem, Geros minderwertige Soundqualität zu entschuldigen. Der Typ fühlt sich in der Mülltonne einfach am wohlsten…
Update 17.01.10, 01:45 Uhr: Es liegt jetzt eine neue, etwas soundverbesserte Version der Folge auf dem Server. Leider ist sie, in den letzt 45 Minuten nach der kleinen Skype-Panne, ziemlich unsynchron. Dilettantismus und so…
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Hallo liebe Tantten!
Ich bin zwar noch nicht ganz durch mit der Folge, würde aber gerne schonmal meinen Senf dazugeben.
Holodeck: Ist doch ganz einfach! Natürlich ist das Deck an sich nur ein paar Quadratmeter groß, aber durch leichte Kraftfelder (Traktorstrahlen) bleibt der Benutzer auf der Stelle wenn er sich bewegt (Tretmühleneffekt). Die Hintergründe und Objekte, die vom Holodeck erstellt werden, werden simultan zur eigentlichen Bewegung des Benutzers bewegt. Wenn jetzt mehrere Benutzer auf dem Deck sind, wird es komplizierter. Wenn alle so nah beieinander sind, dass sie in das reale Deck passen, funktioniert alles wie zuvor. Entfernen sich die Benutzer weiter, wird eine Sichtsperre zwischen den Benutzern errichtet, auf diese wird ein Bild projiziert, das die anderen zeigt, entsprechend perspektivisch korrigiert gemäß der Entfernung. Sie stehen also real nur ein paar Meter von einander entfernt, in der Simulation beliebig weit entfernt.
Freizeitparks: Da kann ich Euch nicht zustimmen, mich interessieren in diesen Parks ausschließlich die “konventionellen” Fahrgeschäfte, besonders Achterbahnen. Diese Flugsimulatoren z. B. finde ich albern. Aber vielleicht gibt es da in den nächsten Jahren Fortschritte… Was mich aber richtig annervt sind die hohen Preise, sowohl beim Eintritt, als auch bei der Verpflegung. Und die langen Schlangen an Wochenenden oder in den Ferien. Richtig cool ist es mitten in der Woche außerhalb der Schulferien…
Kleiner Nachtrag zur letzten Folge: Als Kind hat mich eine Folge von Pinocchio sehr mitgenommen, die Folge, in der sich die Kinder in Esel verwandeln…
Macht weiter so, viele Grüße, Deacon.
Jaaaaajajaja, ich nehme die Wahl an! Was habe ich mich am Anfang eben gefreut!
Hallo zusammen
@Deacon Frost die erklärung ist super aber wie schaffte es dann Data in der ersten folge star trek enterprises Comander Riker mit einem holografichen stein die außenwand des holodeck zu zeigen?
schöne folge leute… und das ich gegen roboter bin stimmt nicht ganz. sie sollten unangehme und gefährliche arbeiten übernehmen aber uns nicht alles wegnehmen. man sollte sich wirklich überlegen wie weit man die maschinen entwickelt.
ich finde der anfang zum holodeck ist ein 3D kino. wie ihr selbst schon festgestellt habt kommt es einem wirklich sovor als wäre man mittendrin. aber habt ihr euch mal überlegt was so auf einem holodeck alles laufen sollte?? Ich als begeisteter ego shooter spieler würde mir natürlich sowas auf dem holodeck wünschen aber was ist wenn das holodeck an irgendwelche sadistischen mörder oder kinderschänder vermietet wird dürfen die ihre lieblingsprogramme laufen lassen?? einerseits müsste man sagen ja klar,weil dann sind menschen nicht gefahr aber anderseits.. naja ich weis nicht aus ethischer sicht.
ich halte übrigens viele leute der menschheit für dumm und faul. darumfinde ich auch das bürgergeld nicht gut. gib einem menschen 4000 euro im monat und sage ihm er muss nur noch eine stunde am tag arbeiten. ich garantiere das der mensch nach einem jahr sich am beschweren ist das er nur 4000 euro bekommt und jeder tag arbeiten muss. die menschen sind immer unzufrieden mit dem was sie haben. selbst ein super mönch der schon 40 jahre nur betet ist unzufrieden denn er will ja noch mehr.. in dem fall ist es die erlösung oder die ausprache mit gott. selbst der reichste man der welt ist nicht zufrieden,weil er immer noch mehr haben will. capt. picard hat mal gesagt das die menschheit nicht mehr wegen geld arbeitet sondern um sich selbst zu verwirklichen. das mag ja wirklich gehen aber dann sollte wirklich nur jeder das machen was er gern macht. und ist das möglich??
ich habe mal noch eine frage zur politik.. warum ist es in der politik so einfach seinen posten zu wechsln. warum kann ein wirtschafftsminister so schnell außenminister werden und so weiter. da wird getauscht wie das zeug hält. einfach so..
ich kann doch auch nicht von einem auf den anderen tag arzt werden.
so das war es .. freue mich auf die nächste sendung
http://somethingmeaningful.tumblr.com/post/319270319/nickmcglynn-avatar-is-pocahontas-some
@Martin: Hast recht, habe diese Folge schon lange nicht mehr gesehen. Habe mir das gerade auf Youtube nochmal angesehen. Was mich im Nachhinein noch mehr wundert ist, dass Wesley nass bleibt als er das Holodeck verlässt. Denn eigentlich kann Materie das Holodeck nicht verlassen (ausser mit transportablen Holoemmittern, die aber erst später eingeführt werden).
Noch was zur Folge: Ich glaube nicht, dass diese Vision von der Gesellschaft ohne Geld jemals real wird. Vielleicht in Ansätzen wenn es um Dinge des täglichen Bedarfs geht. So’n bischen wie bei der Bundeswehr: Hose kaputt? Montags zwischen 12 und 13 Uhr kannste die tauschen und Schuhcreme gibt es beim Spieß…
Die Frage wird sein, wo die Grenze ist. Transportsysteme könnten auch Allgemeingut werden, zumindest die einfachen, wenn Du aber z.B. eine Extraportion Luxus oder Geschwindigkeit haben willst, dann bitte aus eigener Tasche.
vielen dank für die aufklärenden kommentare zum holodeck!
ich weß nicht, ob es euch aufgefallen ist, aber zum letzten drittel dieser folge hin, sind wir ein bißchen out-of-sync geraten. ist mir leider erst heute aufgefallen und insofern ist die folge auch nicht mehr zu retten. ziemlich pannenüberflutet das ganze. naja, beim nächstes mal und so..ihr wisst schon.
@teddy: schick uns mal ne mail mit deiner adresse, damit gero dir deinen preis zusenden kann.
Zu eurem Wunsch nach innovativen Ideen abseits der klassischen politischen Debatten:
Schaut euch mal das Konzept der Liquid Democracy an.
Außerdem habt ihr doch selbst schon über ein zeitgemäßes philosophisches Thema gesprochen, als ihr über das Bürgergeld diskutiert habt.
Das sind schon zwei Dinge, die sowohl neuartig und kontrovers sind.
Hallo,
Thema Bürgergeld:
Das Bürgergeld soll nicht dazu dienen, dass keiner mehr Arbeiten muss. Es ist dazu da, die Mehrheit der Menschen zu emanzipieren. Der Gedanke dahinter ist wohl, dass der Arbeiter und Angestellte nicht frei ist und in Zwang lebt, da er in einer Abhängigkeit steckt. Zwar kann er den Arbeitsplatz wechseln, ist aber dann ebenfalls wieder abhängig. Diese Abhängigkeit soll das Bürgergeld Reduzieren bzw. ganz beseitigen.
Zum Thema Avatar:
Ich habe den Film in 3D gesehen und fand nicht nur die Story richtig schlecht sondern auch die Spezialeffekte. Der ganze Film ist nur auf 3D zugeschnitten, ständig muss irgend etwas im Vordergrund sein oder ein Statist durchs Bild rennen nur um den 3D-Effekt aufrecht zu halten. Da kann ich auch Fische im Meer anschauen, da ist die Story wenigstens besser. Zu eurem “Der mit dem Wolf Tanzt” und “Augsburger Puppenkiste” kommt noch “Final Fantasy” und alle Zutaten des Films sind beisammen.
@Techpriester: vielen Dank für die Anregung bzgl. Liquid Democracy. Hatte ich in diesem Zusammenhang auch schon auf dem Schirm, um es mal im Podcast zu bequatschen.
@Puddingpulver: bzgl. Bürgergeld verstehe ich den Unabhänigkeitsaspekt natürlich. Meine Frage ist eben nur, ob in einem solchen System überhaupt irgendjemand Arbeiten verrichten möchte, die i.d.R. als unangenehm empfunden (Bsp.: Stadtreinigung etc.) und evtl. gerade erst durch die Abhängigkeitslogik als Arbeit angenommen werden. Das soll natürlich nicht heißen, dass ich diesen Zwang zur Sklavenarbeit gut heisse. Schwierige Sache, aber ich glaub, ich muss mich auch noch ein wenig mehr mit der Materie des Konzepts Bürgergeld beschäftigen, denn eigentlich ist das Problem ja recht offensichtlich und trivial.
Ich kann mich nur wiederholen: macht wirklich tierisch Spaß euer Podcast! Meine Topempfehlung im Moment. Grüße aus Hamburch!
Zum Thema Bürgergeld und wer will dann noch die Unangenehmen Arbeiten verrichten, ist eventuell auch noch die Vorstellung erwähnenswert, dass eine Arbeit auch daran gemessen werden muss, welchen Mehrwert diese Arbeit für die Gesellschaft erbringt (Siehe http://www.daserste.de/plusminus/beitrag_dyn~uid,xlpib6ukr3okjq3m~cm.asp).
Sehr gutes Podcastfutter! Weiter so!
Danke für den Link zu den 26C3-Vorträgen. Äußerst spannend. Ich wollte da ja auch schon immer mal hin.
Bis zur Republica. Cheerio.